Gesellschaft & Demografischer Wandel

Diversity Management

Maral Saraie
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Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur haben in Pforzheim eine Heimat gefunden. Diese Vielfalt bringt viele Risiken aber auch Chancen für Pforzheim mit sich. Ich denke neben den Risiken und Problemstellungen müssen wir uns gemeinsam überlegen wie wir die Vielfalt und die daraus resultierende Diversität strategisch und nachhaltig für die Entwicklung unserer Stadt einsetzen und nutzen können. Dieser Diversity Ansatz ist in großen Konzernen bereits etabliert und erfolgsversprechend. Weltkonzerne beschäftigen sich mit der Vielfalt bzw. Unterschiedlichkeit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und setzen dies bewusst ein um die Produktivität ihrer Organisation zu steigern. Dabei geht es nicht nur um Oberflächenmerkmale wie Nationalität, ethnische Zugehörigkeit, Geschlecht oder Alter sondern auch um die Tiefenmerkmale wie Werte, Einstellungen und Überzeugungen. Nur wenn Oberflächen- und Tiefenmerkmale bewusst analysiert und bewertet werden, können alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren Beitrag zum Unternehmenserfolg beitragen.
Warum sollte ein Ansatz der Konzernen und Unternehmen Erfolg bringt nicht auch für Pforzheim eine Überlegung und Anwendung Wert sein? Denn was unterscheidet Pforzheim von einem großen Konzern? Ich denke die Schnittstellen und Ähnlichkeiten überwiegen in der Betrachtung. Wir brauchen in Pforzheim eine Diversity-Strategie die zunächst die Vielfalt der Bürgerinnen und Bürger in Oberflächen- und Tiefenmerkmale erkennt und analysiert und anschließend strategisch überlegt, wie die Fähigkeiten und Fertigkeiten die in dieser Vielfalt stecken zum Wohle unserer Stadt und ihrer Weiterentwicklung einsetzen können.
Unterschiedliche Werte, Einstellungen und Überzeugungen sind auf den ersten Blick anstrengend und erfordern Diskussion. Doch weg reden und wegdenken können wie diese Diversität und Vielfalt nicht. Projekte, Maßnahmen und Angebote können nur dann Erfolg haben, wenn sie in ihrer Entwicklung die Diversität der Gesellschaft berücksichtigen.
Der bewusste Umgang mit Diversität ist für mich eines der größten kommunalpolitischen Herausforderung unserer Zeit. Die Bürgerinnen und Bürger ganz gleich welcher Herkunft, Ethnie, Geschlecht oder Alter können sich nur dann mir ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten einbringen, wenn es in unserer Gesellschaft Raum und Zeit für Diversität gibt. Wir können es uns nicht leisten dieses Potential zu verschenken.

Diese Meinung bezieht sich auf den Artikel Strategische Sozialplanung in der Stadt dringend notwendig

Thema Gesellschaft & Demografischer Wandel heiß diskutiert


1 Kommentar

  • Mathias Pfisterer

    Sehr geehrter Herr Goldmann,

    als mehr oder weniger treuer und kritikloser CDU Wähler für den Pforzheimer Gemeinderat
    möchte ich Ihnen meine Bedenken betreffend Ihrer Arbeit für Pforzheim
    kundtun. Für die Pforzheimer Kommunalpolitik interessiere ich mich noch nicht
    sehr lange. Aber im Laufe der letztem 2 Jahre sind Maßnahmen getroffen worden, die ich nicht
    mehr nachvollziehen kann. Folgende Fehlentwicklungen finden statt :

    Die Situation für Kurzeitparkplätze ist für unsere Stadt unhaltbar. Die Illusion Pforzheimer
    zu Radfahrern zu machen ist bei der Lage der Stadt einfach nur eine schöne Wunschvorstellung.
    Nicht einmal unsere Studenten benutzen Fahrräder, weil wie sie vielleicht auch wissen, die
    Hochschule auf einem Berg gelegen ist. Die Einrichtung der Radwege an den Flussfern genügt vollauf.
    Was fehlt ist ein Radweg in der Nord Süd- Achse. Sicherlich geht auch niemand zum Einkaufen mit
    einem Fahrrad in die Stadt. Der Individualverkehr ist der Blutstrom einen Stadt. Ansonsten stirbt sie.
    Ich könnte Ihnen noch mehr Argument darlegen, aber das sprengt den Rahmen dieser Mail.

    Über die Zerrennerstraße wurde genug gesprochen. Dass Sie aber als Gemeinderatsmitglied der CDU
    solche Dinge mittragen ist mir unverständlich. Vor allem Ihre Kritikunfähigkeit gegenüber der Verwaltung
    ist nur noch als peinlich zu bezeichnen. Sie geben Herrn Hager und seinem Planungsamt Narrenfreiheit.
    In einem Gespräch mit einem Mitarbeiter wurde mir mitgeteilt, dass zukünftig in Pforzheim bei Entscheidungen
    die Ökologie vor die Ökonomie gestellt wird. Sie sind doch eigentlich ein erfolgreiche Unternehmer,
    können Sie hinter solchen Aussagen stehen ?

    In der Asylantenfrage stehen Sie, wie immer, auf der Seite der Verwaltung. Dass Sie wegsehen und in intakten
    Wohngebieten so eine Entwicklung zuzulassen ist nicht nachvollziehbar. Auch Sie werden erkennen müssen,
    dass es zukünftig mit einem Schulterschluss mit der SPD und den Grünen und anbiedern an die Stadtverwaltung
    nicht mehr getan ist. Ich kann Ihnen nur wünschen, dass Sie sich nach den nächsten Wahlen nicht mal wieder wundern
    müssen, weshalb sich immer weniger Wähler der CDU zuwenden.

    Die Idee ein neues Stadtzentrum Ost zu bauen sprengt jede Vernunft. Zunächst muss man das vorhandene Zentrum
    verbessern. Die Busse auf dem Leopoldplatz sind in dieser Anzahl nicht haltbar. Dass in der Verbindung mit der
    Zerrennerstraße dabei keine Lösung gesucht wurde, ist mir unverständlich. Zuerst muss eine Struktur geschaffen werden,
    die die Leerstände in der Stadt reduziert. Ein neues Zentrum erhöht keinesfalls die Kaufkraft der Bevölkerung –
    im Gegenteil – das Ladensterben geht danach verstärkt weiter. Nach der hager‘schen Regierungszeit,
    wird Pforzheim verkehrstechnisch und als Einkaufsstadt noch mehr als heute von der Bevölkerung gemieden werden
    und wird finanziell keinen Handlungsspielraum mehr haben.

    Wie Sie unschwer in meinem Schreiben erkennen können ,bin ich von Ihrer Tätigkeit nicht überzeugt.

    Mit freundlichen Grüssen

    Mathias Pfisterer


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