Eine rasche Umsetzung der zukünftigen städtischen Bäderstrategie fordert erneut die CDU-Gemeinderatsfraktion im Vorfeld der Sondersitzung des Gemeinderats.

„Mit dem Austausch altbekannter Positionen, baulichen Zusatzforderungen, plötzlich auftauchenden neuen Zahlen oder neuen Gutachten von angeblichen Sachverständigen kommen wir in der Bäderfrage keinen Schritt weiter“, bekräftigt CDU-Fraktionschef Florentin Goldmann die Haltung der CDU-Stadträte.

Nachdem die Christdemokraten trotz einiger Vorbehalte im Gemeinderat sich dem Kompromiss der Verwaltung   aus Gründen der  Beschleunigung des Verfahrens und der zügigen Erstellung eines neuen Bades angeschlossen hatten, sehen sie nach dem Haushalts-Veto des Regierungspräsidiums die Gefahr, dass die Bäderentscheidung wieder zerredet werden könnte.

„Mit dem Kombi Bad auf dem Wartberg, dem Neubau in Huchenfeld, der Sanierung der Schulbäder in Brötzingen und auf dem Buckenberg und dem mittelfristigen Weiterbetrieb des Bades in Eutingen und des Nagoldfreibads liegt ein finanzierbarer Vorschlag auf dem Tisch, mit dem der Vereinssport, die Schulen und die Freizeitbadegäste gut leben könnten“, so Goldmann weiter.

CDU-Fraktionsvize Wolfgang Schick, Sprecher im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen, begrüßt die Förderanträge der Stadt Pforzheim zur Sanierung von Einrichtungen wie den beiden Bädern in Brötzingen und in Huchenfeld: „Falls diesen Anträgen, auch nur zum Teil, stattgegeben wird,  würde sich die Lage an anderer Stelle, zum Beispiel beim auf viele Jahre angelegten Zuschuss für einen Neubau in Huchenfeld, merklich entspannen.“

Schick weist auch auf den Erfolg eines Kombibads in unmittelbarer Nachbarschaft in Bretten hin, wo jährlich rund 100.000 Badegäste registriert werden, zu einem Teil aus Pforzheim und dem Enzkreis stammend.

Dieser Trend könnte sich nach Meinung von Schick noch verstärken oder festsetzen: „Wenn bei der anstehenden Sondersitzung nicht die Weichen für eine rasche und vernünftige Entscheidung gefällt werden, sehe ich die Bäderfrage insofern am Scheideweg, als dass wir alle noch Jahre länger auf Bade- und Sportmöglichkeiten verzichten müssen oder am Ende des Jahres das Emma-Jäger-Bad und das Stadtteilbad in Huchenfeld zwar geschlossen werden, aber Ersatzplanungen noch nicht vorhanden sind“.

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